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ADHS
Konzentrationsprobleme, Unruhe und Schwierigkeiten im Schulalltag können Kinder und ihre Familien stark belasten. Dabei ist für mich wichtig, nicht nur die Diagnose ADHS zu sehen, sondern zunächst das einzelne Kind und seine persönliche Situation.
Wie zeigt sich die Unruhe oder Konzentrationsschwierigkeit? Wann tritt sie besonders stark auf und wann weniger? Wie schläft das Kind? Wie sieht der Alltag aus? Gibt es weitere körperliche oder emotionale Auffälligkeiten? Auch Ernährung, Belastungen in Schule und Familie sowie andere individuelle Faktoren können in die Betrachtung einbezogen werden.
Nicht jedes Kind mit ADHS zeigt die gleichen Schwierigkeiten. Während bei manchen die motorische Unruhe im Vordergrund steht, haben andere vor allem Probleme mit Aufmerksamkeit, Konzentration oder Impulsivität. Entsprechend sollte auch die Unterstützung nicht nach einem starren Schema erfolgen.
Gemeinsam suchen wir nach möglichen Ursachen und Einflussfaktoren und nach Behandlungsansätzen, die für das Kind individuell am besten geeignet erscheinen.
Mir ist dabei besonders wichtig, nicht nur danach zu fragen, was beim Kind nicht funktioniert, sondern auch danach, was ihm hilft, sich wohler zu fühlen, sich besser zu konzentrieren und seinen Alltag leichter zu bewältigen.
Auch Lern- und Entwicklungsprobleme sollten dabei berücksichtigt werden. So treten beispielsweise Lese- und Rechtschreibstörungen (Legasthenie) bei Kindern mit ADHS deutlich häufiger auf als bei Kindern ohne ADHS.
Solche Zusammenhänge sind für mich wichtig, weil Schwierigkeiten in der Schule nicht vorschnell allein dem ADHS zugeschrieben werden sollten.